Chainmails

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Die Kettenrüstung zählt nicht erst seit dem Mittelalter zu den meistgenutzten Rüstungsarten. Bis heute ist das Kettenhemd in LARP, Reenactment und im Schaukampf beliebt und gefragt. Das Zeughaus bietet Dir eine große Auswahl unterschiedlicher Kettenhemden und anderer Bestandteile einer kompletten Kettenrüstung.

Kettenhemd

Kaum ein Ausrüstungsgegenstand steht vergleichbar symbolisch stellvertretend für den Ritter im Mittelalter wie das Kettenhemd. Der Geschichtswissenschaft als Ringpanzerhemd bekannt, reichen seine Wurzeln nachweislich mindestens bis ins vierte vorchristliche Jahrhundert zurück.

Das Kettenhemd ist im Mittelalter wiederum nur ein Element einer vollständigen Kettenrüstung. Ihr Name beinhaltet bereits die Beschreibung ihres Aufbaus: eine mittelalterliche Kettenrüstung setzte sich aus mehreren zehntausend idealerweise vernieteten Stahlringen zusammen. Die Herstellung eines einfachen Kettenhemdes dauerte von der Eisengewinnung bis zu seiner Fertigstellung leicht mehrere Monate. Entsprechend klein war der Kreis derer, die sich einen solchen Luxus leisten konnten.

Eine komplette Kettenrüstung besteht neben dem eigentlichen Kettenhemd zusätzlich zumindest aus einer Kettenhaube und Kettenbeinlingen. Ebenfalls aus Stahlringen gefertigt vervollständigen Kettenkragen, Kettenrock und Kettenfäustlinge die standesgemäße Ausrüstung des Ritters in unterschiedlichen Zusammenstellungen.

Die Aufgabe einer Kettenrüstung bestand in erster Linie darin, ihren Träger vor Schnittwunden zu schützen. Stichwaffen oder Pfeile wurden von ihr nur begrenzt abgewehrt. Die Wucht eines Hiebes konnte das massive Kettenhemd jedoch kaum abmildern. Deshalb war es üblich, die Kettenrüstung mit einem Gabeson zu kombinieren. Unter dem Kettenhemd getragen konnte die wattierte Textilrüstung Treffer zumindest etwas abfedern.

Im Zeughaus findest auch Du dein Kettenhemd

Ob Du dich für Deinen Charakter im LARP ausrüsten willst oder als Reenactor oder Schaukämpfer in die Fußstapfen eines mittelalterlichen Kämpfers treten möchtest, die Kettenrüstung ist ein unverzichtbares Element Deiner Ausrüstung.

Das Zeughaus bietet Dir eine umfassende Auswahl an Elementen einer Kettenrüstung nach historischem Vorbild. Hierzu zählen

  • Kurze Kettenhemden / Haubergeons

  • Lange Kettenhemden / Hauberks

  • Kettenarme / Voiders

  • Kettenhauben / Coiffes

  • Kettenbeinlinge / Chausses

Neben dem Schnitt unterscheiden sich unsere Kettenhemden auch in den Details ihrer Fertigung. Auch hierin gleichen die Nachbildungen ihren historischen Vorbildern.

Der Ring macht das Hemd

Anhand ihrer Formgebung unterscheiden wir zwischen Kettenhemden aus Flachringen und solchen aus Rundringen. Beide Varianten folgen historischen Vorbildern aus unterschiedlichen Epochen. Verbreitet war im Mittelalter die Verwendung runden Metalldrahtes zur Herstellung der Ringe es finden sich jedoch schon zur Zeit der Römer Exemplare aus flach geschmiedeten Ringen.

Kettenhemden aus flachen Ringen beeindrucken durch eine besonders massive Optik, die den Eindruck einer effektiven Rüstung zusätzlich verstärkt.

Sowohl Flachringe als auch Rundringe können vernietet oder unvernietet zu Kettenhemden verarbeitet werden. Das Vernieten jedes einzelnen der etwa 30.000 handgeknüpften Ringe, an deren abgeflachten Enden, war im Mittelalter der aufwendigste Arbeitsschritt. Er verlieh dem Hemd jedoch eine deutlich höhere Schutzwirkung und Haltbarkeit. Auch heute noch sind vernietete Kettenhemden die luxuriösere und entsprechend teurere Variante. Grade Einsteiger entscheiden sich deshalb mit Vorliebe für die preiswertere unvernietete Version. Auch wenn es im LARP wie auch im Reenactment oder im Schaukamp nicht um die tatsächliche Schutzwirkung geht, ist das vernietete Kettenhemd auf lange Sicht eine Investition in die Zukunft.

Unvernietete Kettenhemden sind aus offenen Ringen zusammengesetzt. Es besteht deshalb die Gefahr, dass sich einzelne Ringe bei Belastung aufbiegen oder, abhängig vom Material, leichter brechen.

Wer außerdem jedoch Wert auf Authentizität legt und in allen Lebenslagen auf die Belastbarkeit seiner Rüstung zählen können möchte, sollte sich für die vernietete Variante entscheiden.

Die Materialschlacht

Das Mittelalter kannte in der Herstellung von Kettenrüstungen kaum Materialalternativen. Die Gewinnung von Eisen aus Erz in einfachen Hochöfen war zwar ein gewohntes Handwerk, dafür nicht minder aufwendig. Ein im Brennofen gewonnenes Stück Eisen erst durch weitere Methoden zu formbarem Stahl umzuwandeln und dann von Hand einen insgesamt mehr als einen Kilometer langen Draht zu arbeiten, aus dem anschließend tausende von Ringen geformt werden musste, ist ein heute kaum mehr vorstellbarer Aufwand.

Kettenhemden aus Stahl gegen Rost zu schützen, war nur dann erforderlich, wenn diese über längere Zeit eingelagert wurde. Eine regelmäßig getragene Kettenrüstung ließ durch ständige Bewegung keinen ernsten Rostbefall entstehen. Wenn ein Kettenhemd geschützt und gepflegt wurde, dann geschah dies üblicherweise durch Einölen.

Dem Ritter von heute bietet sich dank moderner Materialgewinnung und -verarbeitung eine größere Auswahl an Werkstoffen mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Im Zeughaus findest Du

  • Kettenhemden aus Stahl

  • Kettenhemden aus Edelstahl

  • Kettenhemden aus Aluminium

  • Kettenhemden aus Titan

Da Du ein Kettenhemd aus Stahl wahrscheinlich nicht täglich tragen wirst, ist diese einfache Ausführung auf etwas Pflege angewiesen, damit Du dauerhaft Freude an ihr hast. Oberflächlicher Rost sollte frühzeitig entfernt werden und als Rostschutz kannst Du das Hemd mit geeigneten Pflegeprodukten behandeln.

Wenn Du auf diesen Aufwand verzichten möchtest, findest Du im Zeughaus verschiedene Alternativen zum preiswerten, einfachen, unbehandelten Stahl.

Beim Brünieren wird gezielt eine feine Schutzschicht aus Edelrost auf der Oberfläche der Stahlringe erzeugt. Dies geschieht durch verschiedene Techniken wie das Eintauchen in Säuren oder Laugen oder auch durch das wiederholte Abbrennen von Leinöl auf der Oberfläche. Die so veränderte Oberfläche ist begrenzt gegen Rostbildung geschützt. Charakteristisch für dieses Verfahren ist die schwarze Färbung des Metalls.

Noch zuverlässiger gegen Rost wirkt das aus dem Automobilbau bekannte Verzinken. Hierbei wird in einem speziellen Verfahren eine dünne Schicht Zink aufgebracht, die den Stahl versiegelt und vor Korrosion schützt.

Von Hause aus gegen Rost geschützt sind unsere Kettenrüstungen aus rostfreiem Edelstahl.

Als besonders hochwertig erweisen sich unsere Kettenhemden aus Titan. Das Material ist härter als Stahl. Zwar ist Titan an sich schwerer als Aluminium, dank seiner Härte ist jedoch eine dünnere Ausführung der Ringe bei gleicher oder noch höherer Stabilität möglich, als es Aluminium erlaubt, weshalb ein Kettenhemd aus Titan insgesamt weniger wiegt. Ein historisches Kettenhemd brachte, abhängig von Passform und Verarbeitung, 15 Kilo und mehr auf die Waage. Dabei muss man bedenken, dass es sich hierbei nur um ein Bestandteil einer kompletten Rüstung handelte. Ein Kettenhemd aus Titan wiegt dagegen weniger als die Hälfte eines vergleichbaren Modells aus einfachem Stahl. Grade wenn Du deine Rüstung auf ausgiebigen Veranstaltungen, Show-Events oder vielleicht sogar bei Dreharbeiten trägst, wird Dein Rücken den Unterschied zu schätzen wissen. Natürlich ist Titan als Material für eine Rüstung nicht historisch korrekt, wurde es doch erst Ende des 18. Jahrhunderts überhaupt entdeckt und im 20. Jahrhundert kommerziell nutzbar. Für die zusätzliche Investition, die das wertvolle Material erfordert, erhältst Du jedoch eine Rüstung, von der ein echter Ritter nur träumen konnte.

Egal für welche Art Kettenrüstung Du dich entscheidest und welches Budget Dir zur Verfügung steht, im Zeughaus findest Du die passende Ausrüstung. Ob möglichst authentisch mit Gewicht und Aufwand, mit dem echte Ritter zu kämpfen hatten oder als Symbiose aus althergebrachter Charakteristik und modernen Materialien, ein Kettenhemd aus dem Zeughaus ist ein ritterlicher Begleiter.