Shields

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Schilde

Auf Bildern und in Filmen, die historische Schlachten darstellen, ist ein Ausrüstungsgegenstand von Ritter und Soldaten unverzichtbar: der Schild. Selbst moderne Einsatzkräfte wie die Bereitschaftspolizei nutzen ihn im Einsatz unverändert als Schutzwaffe und taktisches Hilfsmittel. Daneben begegnet uns der Schild auch im Alltag immer wieder: als Wappenschild nutzen ihn sowohl Familien als auch Städte und Gemeinden sowie militärische Einheiten, um ihre historisch gewachsene Bedeutung zu symbolisieren.

Erfindung und Nutzung des Schildes zum Schutz im Kampf folgen einer logischen Erkenntnis: wenn der am Körper getragene Schutz nicht ausreicht, um die zerstörerische Wirkung der Waffe des Gegners abzufangen, ist die effektivste Alternative, die Waffe aufzuhalten, bevor sie den Körper trifft. Genau diese Aufgabe verfolgt ein Schild.

Schützend vor den Körper gehalten, eignet er sich als schützende Auftrefffläche für Schlagwaffen, Stichwaffen aber auch für Pfeile, Bolzen oder Projektile. Gleichzeitig kann der Gegner mit einem Schild auf Abstand gehalten werden. Als taktisches Element eingesetzt kennen wir den Schild auch aus Darstellungen von Schlachten, in denen Reihen aus Fußsoldaten ihre großen Schilde gemeinsam als Schutzwall einsetzen, der angreifende Truppen aufhalten soll und zum Beispiel hinter ihnen verborgenen Bogenschützen Gelegenheit bieten, den Gegner zu attackieren.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Schild in Aufbau, Material, Form und Größe, abhängig von seinem Einsatzzweck, immer wieder verändert, seine Grundfunktion jedoch nie eingebüßt.

10.000 Jahre Schutz - die Entwicklung des Schildes

Schon die alten Ägypter und Sumerer nutzen stoffbespanntes Weidengeflecht und später mit Leder bezogene Holzrahmen als einfache Schilde.

In der Antike verbreiten sich zunehmend Schilde aus Metall bzw. aus metallverstärktem Holz. Metallbeschlagene Ränder und ein Buckel aus Metall verliehen dem Schild aus Holz zusätzliche Widerstandskraft und dienten außerdem formgebend dazu, Schläge auf den Schild abzulenken.

Kleinere Schilde wurden auch vollständig aus Metall gefertigt. Deutlich widerstandsfähiger und langlebiger war ihre Größe durch das Materialgewicht jedoch deutlich begrenzt.

Kleine Schilde hatten jedoch den klaren Vorteil, ihren Träger nicht übermäßig zu behindern. Ein deutlicher Nachteil eines Schildes, der zumindest im Einzelfall den Wert seiner Schutzwirkung aufheben konnte und ihn nicht für jeden Krieger sinnvoll machte, war klar der Umstand, dass er einen Arm beanspruchte. Zweihändige Waffen konnten so nicht genutzt werden. Zum Beispiel für Bogenschützen war der Schild damit letztlich ausgeschlossen und auch ein zweihändiges Schwert ließ sich nicht mit ihm kombinieren. Für den Kampf mit dem Einhandschwert, dem Spieß oder auch im Turnier mit der Lanze war er dagegen die perfekte Ergänzung.

Die Entwicklung des Schildes verlief parallel zur Entwicklung der Waffen, gegen die er schützen sollte. Eine größere Vielfalt zeigt sich dabei in Formgebung und Größe. Allgemein bekannt sind zum Beispiel die großen, hölzernen Turmschilde der Römer, die in Schlachten wie beschrieben auch als Schutzwand genutzt wurden.

Rundschilde in unterschiedlichen Größen wurden bereits von den Wikingern genutzt.

Der kleine Buckler, letztlich die eigenständige Variante des bei großen Schilden gebräuchlichen Schildbuckels, konnte sich als Faustschild durch eine einfache Handhabung und vielfältige Schutzwirkung bewähren. Aus dem deutlich größeren Drachenschild entwickelt sich der Dreiecksschild, der sich bis heute als klassische Schildform auch in Wappen wiederfindet.

Schilde hatten neben der ganz praktischen Schutzwirkung spätestens seit dem Mittelalter auch symbolische Bedeutung. Schilde wurden mit individuellen Herrschaftssymbolen dekoriert. Nach der Schlacht dienten sie dazu, Beute oder auch Tote vom Feld zu tragen. Auf den Grabplatten bedeutender Feldherren und Herrscher sowie in der mittelalterlichen Literatur helfen sie noch heute Historikern, die dargestellten Personen zweifelsfrei zu identifizieren.

Mit Verbreitung der Plattenrüstung im Spätmittelalter erwies sich die Schutzwirkung des Schildes für Ritter als zunehmend unbedeutend. Im Gegenteil war ein Schild, jenseits des Einsatzes im Turnierkampf mit der Lanze, im Feldgebrauch eher hinderlich.

Das Aufkommen von Feuerwaffen bedeutete für den Schild auch unter einfachen Fußsoldaten letztlich das Aus, da auch massive Schilde Geschossen wenig entgegenzusetzen hatten. Moderne Materialien haben dagegen durchaus eine relevante schusshemmende Wirkung. Schilde werden deshalb in der Neuzeit wieder vermehrt von taktischen Einsatztruppen der Polizei genutzt und erinnern dabei häufig an die klassischen Setzschilde des Hoch- und Spätmittelalters.

Was führst Du im Schilde?

Bis heute sind Schilde in der Alltagssprache präsent. Einer anstürmende Welle von Feinden, die versuchten einen Schildwall zu erklimmen und dabei am Schildbuckel scheiterten, verdanken wir die Redewendung jemand könne uns ?mal den Buckel runterrutschen" und die heute eher abwertende Feststellung, jemand führe etwas im Schilde, beschreibt tatsächlich den Wert des Schildes als familiäres Erkennungszeichen, kann aber auch so verstanden werden, dass sich hinter dem Schild unsichtbar die Waffe des Gegners verbarg.

Für Deinen Charakter in LARP, Reenactment oder Schaukampf ist ein Schild ein beeindruckender Ausrüstungsgegenstand. Mit Unterarmschlaufe und Handgriff am Arm geführt oder mit der Schildfessel auf den Rücken gebunden demonstriert er Deine Wehrhaftigkeit und kann mit etwas Geschick sogar individuell gestaltet werden.

Passend zu Deiner historischen Figur oder Deiner individuellen Vorstellung deines Fantasy-Charakters bieten wir Dir eine Auswahl an Schilden aus unterschiedlichen Epochen: Römische Scutum Schilde, Holzrundschilde, Wikingerschilde oder kleine, elegante Buckler aus Metall ? was auch immer Du im Schilde führst, im Zeughaus findest Du die passende Schutzwaffe zur Kombination mit Deiner Rüstung.

Für Deinen ganz individuellen Selbstbau findest Du außerdem eine Auswahl an Schildbuckeln, die mit wenig Aufwand auf einer geeigneten Schildplatte befestigt werden können.